Vom Daddeln, Ballern, Zocken und Gamen

Ein kleiner Anerkennungstext für eins der wichtigsten Unterhaltungsmedien: Gamen. Ob vor dem Fernseher oder Computer. Gezockt wird überall bis die Finger plattgedrückt sind. Wir machen eine kurze Reise in die Geschichte der Games und entdecken eine Welt voller Möglichkeiten. Kurze Fakten über Gamen!

Zocken, daddeln, gamen. Games sind aus dem Alltag nicht mehr weg zu denken. Nach der Arbeit direkt vor die Konsole und los geht’s. Da ist‘s schon mal schnell egal ob draußen die Sonne scheint oder die Hausarbeit wartet: Jetzt wird gezockt!

Geschichtsunterricht über Gamen

Games haben sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Unterhaltungsmedien entwickelt. Das erste Spiel wurde 1946 als technischer Versuch entwickelt.

Mit der 1970aufkommendenFernsehtechnologie wurde das Gamen für die Masse zugänglich. Erst nur in Eingängen von Supermärkten oder Kinos, dann durch die Computer auch im Haus. Was anfangs nur ein wissenschaftliches Experiment war, wurde zur mega Industrie, die Umsätze in Milliardenhöhe einfährt. Man darf auf die weitere Zukunft des Gamen gespannt sein.

OXO (1952), das erste Videospiel, dessen Name bekannt ist

OXO (1952), das erste Videospiel, dessen Name bekannt ist

Zocken ist dabei nicht einfach nur eine Freizeitbeschäftigung, der man mal ab und an nachgeht, wenn man Zeit hat. Für viele ist es ein Lebensstil und liebstes Hobby. Fans fahnden immer nach den neusten Spielen und geben alles um ins nächste Level zu kommen.

Gamen: Welt voller Möglichkeiten

Klischeehaft denken viele bei dem Wort „Zocker“  an männliche Nerds, die alleine im Dunkeln zu Hause spielen. Aber die Zeiten sind lange vorbei. Man spielt mit einer Vielzahl von Gamern gleichzeitig. Dabei sind Strategie- und Kriegsspiele wie „World of Warcraft“ oder „League of Legends“ sehr beliebt. Hier wird zum Beispiel über Headset zusammen gedaddelt. Zum Oktoberfest wird das Ganze dann gerne so weit getrieben, dass ein virtuelles Fest in „World of Warcraft“  stattfindet. Zu diesem Anlass tauschen Spieler ihre Waffen gegen imaginäres Bier.

 

Ausschnitt aus dem Serious Game: Frontiers

Ausschnitt aus dem Serious Game: Frontiers

Das reale Leben wird immer stärker in Games integriert, Serious Games machen grausame Realitäten als interaktive Erfahrung erlebbar. Passend zur Flüchtlingskrise können Spieler in „Frontiers – you’ve reached fortress Europe“ als Flüchtlinge die europäischen Außengrenzen überwinden. So kann man durch andere Serious Games auch den Syrien-Konflikt erleben oder Hungersnöte erfahren. Serious Games tragen dabei zum Verständnis für die im realen Leben Betroffenen bei.

Gezockt wird also nicht nur zum Spaß. Durch Gaming kann man auch die Fußballweltmeisterschaft gewinnen und das ganz ohne auf dem Platz stehen zu müssen. Alles über den Bildschirm. Die besten und schnellsten Zocker bilden internationale Profi-Mannschaften und treten unter anderem bei „League of Legends“ oder „Counter-Strike: GO“ gegeneinander an und können ordentliche Preisgelder scheffeln.

Gamen: CHampionship League Of Legends

Gamen: Championship League Of Legends

Achtzehnmillionen (!!!) US-Dollar, das bislang höchste Preisgeld, wurden im Turnier zu Dota2 gewonnen. Von wegen mit Gaming kann man kein Geld verdienen, man muss es nur richtig anstellen.

Angebliche Kehrseite des Gamen

Eben noch ein Game in dem Profi-Mannschaften gegeneinander antreten, dann angeblicher Grund warum Amokläufe begangen werden. Besonders Spiele wie „Counter Strike“ sorgen in der Öffentlichkeit für Wirbel. Die Ego-Shooter haben Schuld. Immer wieder umstrittenes Thema, das reflexartig bei Amokläufen hochkommt. Ob das virtuelle Ausüben von Gewalt auch in der Realität zu Gewalt führt bleibt unklar.

Aber Zocken kann auch Leben retten. Das ist definitiv bewiesen. Von wegen Videospiele machen aggressiv. Games beruhigen und können die Reaktionsfähigkeit erhöhen. In den USA wurde festgestellt, dass Chirurgen die daddeln schneller operieren und das Ganze fehlerfreier. Auch Medizinstudierende erzielen bessere Ergebnisse bei Bauchspiegel-Simulationen, wenn sie täglich eine halbe Stunde Ego-Shooter spielen.

Fazit

Gaming bietet ganz außergewöhnliche Möglichkeiten und ist zu einer eigenen Welt geworden. Die Gaming-Welt sollte aber zum Beispiel zum Oktoberfest verlassen werden! Wie sieht eure Meinung aus? Welches Spiel hat euch zum Zocken gebracht?

 

 

 

 

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1 Antwort

  1. Natürlich daddel ich gerne, ansonsten wäre mein Name zugegeben auch ein wenig paradox. Aber ich muss auch zugeben, dass das zocken zu Zeiten des Kellerkind-Rufes am meisten Spaß gemacht hat. Das liegt nicht zwingend daran, dass Spiele heute zwingend schlechter wären. Es lag schlicht am Informationsoverflow unserer Zeit.
    Kinder heute haben wohl kaum diese magischen Momente wie meine Generation. Die Freude beim ersten Sonic, wenn man am Tag mal 30 Minuten spielen durfte. Der Wow-Effekt als man zu Weihnachten den N64 bekam und plötzlich Mario und Zelda in 3D gespielt hat. Das war einfach pure Magie und wird immer Magie bleiben. Statt die ganze Zeit reizüberflutet zu werden, fieberte man immer auf die nächste Gamestar, PC Games, N-Zone oder andere Zeitschrift hin. Aber über das Thema könnte ich vermutlich selbst nen ganzen Blog-Eintrag verfassen.
    Das heutige Gaming hat natürlich auch seine Vorteile. Sei es der etablierte esport (auch wenn i.d.R nichts für mich) oder eben die Let’s Plays die das Spielen zum Unterhaltungsmedium gewandelt haben, aus der Singleplayer-Erfahrung das Wir-Gefühl erschaffen haben.
    Um Vor- oder Nachteile am Spielen geht’s mir da garnicht. Klar mag ich auch spiele die mich gedanklich oder motorisch fordern. Und auch eine anspruchsvolle Story kann immer wieder begeistern. Am Ende ist bei mir aber wie bei einem kleinen Kind oder einem Tier: “Er will doch nur spielen”.

    Ich habe natürlich auch andere Dinge als Gedaddel im Kopf. Pen&Paper-Runden, Konzerte, Mittelaltermärkte – alles schöne Dinge, die so fern der digitalen Welt sind, mir aber ungemein Spaß bereiten. Zum Oktoberfest würden mich aber keine 10 Drachen bringen. Einfach nicht meine Welt 😉

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