Serienmüdigkeit – Wann ist es zu viel?

 

 

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Ich saß letztens vor dem Rechner, arbeitete an meiner Hausarbeit für die Uni und schaute nebenbei einen Stream. Ich kann mich irgendwie immer am besten konzentrieren, wenn ich nebenbei etwas schauen kann. Ein bisschen Geräuschkulisse lässt alles einfacher von der Hand laufen und mag das Ganze zwar etwas verzögern, aber letztendlich hilft es zumindest mir. Ein bisschen Unterhaltung schadet ja nicht.

Dabei fiel mir etwas auf: Normalerweise habe ich in den letzten Jahren ganz gern mal eine Serie nebenbei laufen lassen, aber immer häufiger oder wenn ich ehrlich bin sogar ausschließlich, sind es mittlerweile Youtube-Videos oder Streams auf Twitch. Diese erfordern meist keine großartige Konzentration. Man kann sie gut nebenher schauen, ohne etwas zu verpassen oder den Anschluss zu verlieren. Das trifft aber auch auf Serien wie zum Beispiel „How I Met Your Mother“, „The Big Bang Theory“ oder (um einen absoluten Klassiker zu nennen) „King Of Queens“ zu. Warum also, fragte ich mich, schaue ich mittlerweile lieber ein paar Videos oder Streams, statt einer Serie?

Ich bin der Meinung, dass wir in den letzten zehn Jahren einen regelrechten Serien Boom erlebt haben. Klar, Sitcoms gibt es schon seit den 80er Jahren und die Form hat sich auch heute kaum geändert. Es gehören meist noch die eingespielten Lacher dazu, genauso wie eine relativ platte Story, die eben zum Entspannen einlädt und keine großartige Konzentration fordert. Allerdings setzte hier „How I Met Your Mother“ einen neuen Meilenstein, der das Ganze auf ein neues Level hob. Und mit eben jener Serie begann meiner Meinung nach die „Wiedergeburt“ der Sitcoms. Und eine Welle brach regelrecht über uns herein. Überleg mal, wie viele solcher Serien fallen Dir ein? Ich komme spontan auf „Two And A Half Men“, „Mike And Molly“, „The Middle“ und noch viele mehr. Es ist wie so oft: Eine Serie spielt den Vorreiter, hat ungeheuren Erfolg und ZACK ziehen Dutzende nach. Wir sind bei einer klassischen Übersättigung.

Und dieses Phänomen spiegelt sich nicht nur bei „No Brain“ Serien wieder (bitte nicht falsch verstehen, die bezeichne ich so, weil etwa ein „Game Of Thrones“ eben eine ganz andere Art des Zuschauens erfordert). Hier erleben wir ein Phänomen, dass meiner Meinung nach einen riesigen Hype durch „Breaking Bad“ und „Game Of Thrones“ erfuhr. Serien, die das Niveau großer Blockbuster um Längen übertreffen, einfach weil es viel mehr Möglichkeiten für den Ausbau von Charakteren, der Handlung und unzähliger Aspekte gibt.

Und wie bei den Sitcoms explodierte das Ganze nur wenig später. Nehmen wir mal das Beispiel DC und Marvel. Da wird man schon von der Masse an Filmen erschlagen, die jährlich über die Leinwände flimmern. Davon bin ich bekanntlich ja gar nicht mal so abgeneigt. Filme kann man gut aufholen. Aber schauen wir mal, was für DC Serien die letzten Jahre aufkamen: „The Flash“, „Gotham“, „Supergirl“, „Arrow“ und „Legends Of Tomorrow“. Das sind Serien mit über zwanzig Folgen und jährlich einer Staffel. Ich habe zum Beispiel Gotham super gern geschaut, aber es wird einfach alles sehr viel. Hinzu kommt noch, dass man mit Crossovern (also dem Mixen verschiedener Serien) teilweise die Handlung in Serie A nicht versteht, wenn man Serie B nicht schaut. Man wird „gezwungen“ auch etwas zu gucken, was einen nicht unbedingt interessiert, um auf dem neusten Stand zu bleiben. Das hat mir zum Beispiel die Lust genommen, am Ball zu bleiben, da ich einfach nicht mehr hinterher kam. Was wiederum echt schade ist, da ich super gern mit meinem besten Kumpel über die Plot Twists diskutiert habe und eigene Theorien kreierte.

Bei der Masse an Serien ist es echt schwierig, die Rosinen heraus zu picken. Man wird müde und hat dann manchmal echt keinen Bockh mehr, sich durch die Dutzenden Vorschläge zu klicken. Dann verpasst man vielleicht eben eine der Rosinen. Zig Seiten empfehlen, was man unbedingt schauen sollte und dabei hat jeder drei Meinungen. Einen Überblick zu behalten, fällt da echt schwer.

Trotzdem würde ich mich als Serien Junkie bezeichnen und möchte euch nächste Woche gern mit auf eine kleine Reise durch meine „Top Fünf“ Serien nehmen. Ich hoffe, ihr seid auch dann wieder dabei! Einen guten Start in die Woche wünscht euch Patrick.

 

Was guckt ihr lieber?

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Patrick

Patrick

Forever a Canuck, Half Canadian, SCP Fan, Ostwestfale, Hobbyautor, Nerd, Serienjunkie, Kinogeher, Bücherwurm WWE Fan, Gamer, Traveler, #lafamilia!

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