Cosmetics in Videospielen

 

Wer heutzutage ein Videospiel startet, kommt um das Thema Cosmetics, Microtransactions und Lootchests nicht mehr herum. Darum möchte ich in diesem Artikel das Thema etwas näher beleuchten, vor allem was Cosmetics überhaupt sind und warum so viele Spieler (inklusive mir) auch gerne mal bei dem einen oder anderen Outfit zuschlagen.

 

Was sind Cosmetics?

Bevor wir richtig loslegen, möchte ich erklären was genau ich meine, wenn ich von Cosmetics rede. Die Gamer unter euch haben sicherlich schon eine gute Vorstellung davon, aber ich möchte auch alle anderen Leser von Anfang an mitnehmen.

Als Cosmetics bezeichnen wir In-Game Gegenstände, die das Aussehen eures Charakters verändern, dabei aber keine Statuswerte oder das Gameplay an sich beeinflussen. In der Regel haben wir es hier mit Outfits, Waffen, Frisuren, Make-Up, Cosplays oder andern Gegenständen zu tun.

Cosmetics werden oft in Lootchests (In-Game, nicht die von Lootchest.de 😉) gefunden. So bekommt der Spieler neue Outfits und anderen Kram oft einfach durch das Spielen seines Lieblingsspiels. Bei den meisten Spielen können Cosmetics aber auch gezielt mit In-Game Währung oder Echtgeld gekauft werden, um den Lieblings Charakter so hübsch wie möglich aussehen zu lassen.

Outfits schön und gut, aber wenn mir das ganze eh nicht dabei hilft die anderen Spieler zu besiegen, warum sollte ich dann die Outfits kaufen? Dazu kommen wir jetzt.

 

Warum kaufen wir Cosmetics?

Oft werden Spielern, gerade wenn sie ein Spiel zum ersten Mal spielen, Lootchests in den Rachen geworfen, um die Motivation hoch zu halten. Jeder freut sich über neue Sachen, vor allem wenn man sie umsonst bekommt. Und wenn man dann noch ein cooles Outfit oder einen neuen Waffenskin für den Lieblings-Charakter bekommt, ist die Freude umso größer.

Neue Sachen werden sofort equipt und stolz in der Arena zur Schau getragen. „Guckt mich an, ich sehe geiler aus als du“, ist die Devise. Aber woher kommt dieses Verhalten? Dafür gibt es vielfältige Gründe und auf einige möchte ich ein wenig näher eingehen.

Bei mir ist es so: je mehr ich ein Spiel spiele und je mehr ich mit dem gleichen Charakter Schlacht um Schlacht bestreite, umso mehr kann ich mich mit der Spielfigur und seinen oder ihren Fähigkeiten identifizieren. Dadurch beschäftige ich mich mehr und mehr mit der Spielfigur und auch mit dessen Outfits. Denn diese, aus Pixeln bestehende Figur, repräsentiert mich im Spiel und ich möchte natürlich nicht, dass eine Repräsentation von mir im Lumpensack durch die Gegend läuft.

Durch die Bindung zum Charakter wird dessen Aussehen zum Selbstausdruck meiner Person, auch wenn es ein wenig dumm klingen mag. Darum möchte ich hier und jetzt gestehen: Auch ich habe schon Outfits und Waffenskins für Echtgeld gekauft um meinen Look aufzupeppen. Und ich bereue nichts! Denn es fühlt sich einfach besser an gut auszusehen, während man den Gegner in den Boden stampft.

 

Der zweite Grund bezieht sich vor allem auf Lootchests (In-Game) aus denen der Spieler random Items bekommt: der Sammeltrieb.

Der Sammeltrieb ist so alt wie die Menschheit selbst, seitdem Gegenstände erfunden wurden, gab es Menschen, die sie gesammelt haben. Von Mammut-Zähnen, über Briefmarken, bis Münzen, hin zu Comics, gibt es nichts, was nicht gesammelt werden kann.

Genauso ist es auch mit Cosmetics. Dabei ist es egal, wie ein Skin aussieht oder ob er für eine Spielfigur ist, die man spielt oder nicht, die Vollständigkeit ist entscheidend. Ich bin zwar selbst kein großer Sammler von Dingen, aber ich kann die Faszination durchaus nachvollziehen. Es muss wirklich ein schöner Anblick sein, wenn kein Item-Slot im Collectible-Tab des Spielmenüs mehr frei ist. Das Problem bei Spielen heutzutage ist nur, dass ständig neuer Content nachgereicht wird und die Sammlung so stetig größer und größer wird. Da hilft nur eins: weiter sammeln!

Gutes Aussehen und Sammeltrieb beiseite: Manchmal geht es auch einfach nur ums Geld. Heutzutage gibt es immer mehr Indie-Entwickler, deren Fortbestehen vom Erfolg oder Misserfolg ihrer Spiele abhängt. Und wenn gute Indie-Entwickler ein geiles Spiel gezaubert haben, dann möchte man sie so gut unterstützen, wie man nur kann.

Ihnen ist in der Regel schon sehr geholfen, wenn man ihr Spiel kauft und regelmäßig zockt. Aber manchmal, wenn man sich so richtig in ein Spiel verliebt, möchte man noch etwas mehr tun. Microtransactions sind hier oft ein guter Weg, bei dem beide Gewinnen. Der Entwickler bekommt ein bisschen Cash in die Tasche und der Spieler freut sich über seine neu erworbenen Gegenstände. So kann man auch kleine Produktionen aktiv unterstützen.

 

Fazit

Es gibt viele Gründe warum Spieler sich Cosmetics in Videospielen kaufen. Der neue Look, der Sammeltrieb und der Support des Entwicklers sind hier nur drei Beispiele von vielen. Wie steht ihr zu Cosmetics und In-Game Käufen? Seid ihr kompletter Gegner oder habt ihr es mittlerweile als Teil der Spielerfahrung akzeptiert? Lasst es mich gerne wissen!

 

 

Wie steht ihr zu Cosmetics und In-Game Käufen?

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2 Antworten

  1. Patte sagt:

    Gut geschrieben! 🙂 Ein spannendes und aktuelleres Thema denn je.
    Meiner Meinung nach sind “Cosmetics” und auch “Lootboxen”, so lange sie keinen Spielvorteil bringen, heutzutage sogar notwendig.
    Damit ein Spiel stets weiterentwickelt werden kann (und die stetige Entwicklung ist bei den heutigen Titeln ja der Regelfall), braucht das Team dahinter schließlich Geld. Wenn man als Spieler nicht ständig monatlich Geld zahlen möchte, sondern selbst entscheiden kann ob man “Lootboxen” oder “Cosmetics” kaufen möchte, profitiert jede Seite davon. Man selbst kann sich aufpimpen, der Entwickler kriegt Geld um ständig neuen Content zu bieten. Win-Win wie ich finde.

    • Hi und danke dir Patte 🙂

      Sehe ich ähnlich wie du. Gerade für Free-to-Play Titel ist es oft der beste Weg für den Entwickler an Geld zu kommen und der Spieler hat auch noch etwas davon, wie du schon sagtest. Bei Premium Spielen (die man kaufen muss) ist es oft ein schwieriger Spagat zwischen Cosmetics für umsonst (oder für in-game Währung) und den Spieler dafür zahlen lassen.
      Aber ich denke da hat auch jeder seine eigene Meinung 😉

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